Surrealismus des Positiven

Wenn alles gut ist, alles leicht ist
fühl‘ ich mich allzu oft bleischwer
Wenn das Schöne, das Gute überwiegt
wird mir bewusst, was mir doch fehlt
Und all das ist dann bloß ganz unlogisch
weil wenn alles gut ist,
müsste ich doch glücklich sein
und hey, das bin ich auch
bloß schlummert da noch mehr
in mir

Wenn alles gut ist, alles leicht ist
und mir genau das bewusst wird
schiebt sich bereits ein Wolkenmonster vor meine Sonne
und ich weiß, ich weiß
die Sonne scheint noch
scheint auch immer weiter
nur raubt mir das Wolkenmeer die Sicht
und die Sonne, all das Licht, verliert sich in Nebelschwaden

Wenn alles gut ist, alles leicht ist
und ich all das dann realisier‘
erschreck‘ ich mich, bekomme Panik
zu viel Gutes macht mir Angst
Gutes, was Gewohnheit wird
schmerzt im Verlust noch drei Mal mehr
ein kluger Kopf denkt nach
nur nicht zu viel

Wenn alles gut ist, alles leicht ist
holen mich die alten Geister ein
jagen mich durch längst bekannte Orte
und ich renne, renne, renne
nichts und niemand hält mich auf
und irgendwann hört all das endgültig auf
und bis dahin laufe ich weiter, immer weiter
und bis dahin halt ich das aus
und bis dahin liegt es an mir
wie gut und leicht der Weg doch ist

 

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3 Gedanken zu “Surrealismus des Positiven

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