So Much Life In One Little World

Wann hast du das letzte Mal gestaunt?

Wann warst du das letzte Mal sprachlos vor Begeisterung, wie elektrisiert?

Wann haben deine Augen das letzte Mal vor Freude geglänzt, gestrahlt?

Wann warst du das letzte Mal bewegt und wann hast du das letzte Mal, erfüllt von Ehrfurcht, auf dieses deine kleine Leben geblickt?

Wann hast du dir das letzte Mal bewusst gemacht, welch großes Glück du hast, dass dir die Möglichkeit geschenkt wurde, auf dieser Welt zu sein?

Wann war dein letzter „Ich-halte-inne-und-genieße“-Moment?

Und wann hast du dir das letzte Mal vor Augen gehalten, dass all die Grenzen, die du siehst, von dir selbst gesetzt sind?

 

So viel Leben.

So viel Leben in dieser einen kleinen Welt.

 

Communicate!

Wie oft lassen wir die Anderen reden, ohne ihnen wirklich zuzuhören?

Weshalb wählen wir genau die Worte, die wir dann im nächsten Atemzug auch aussprechen?

Wann haben wir das Gefühl, dass der Andere uns nicht nur zuhört, sondern auch wirklich versteht?

Und warum schweigen wir so oft, obwohl wir doch so viel zu sagen hätten?

Viel zu oft sind wir uns nicht bewusst darüber, was für eine große Macht jeder Einzelne von uns doch aufgrund einer einzigen Sache hat: der Sprache.
Kommunikation und Sprache machen uns Menschen zu handlungsfähigen und verstehenden Wesen, erst durch sie können wir der Welt, in der wir leben, Sinn verleihen.

Wer weiß, wie viele Worte wir tagtäglich in den Mund nehmen, ohne uns darüber im Klaren zu sein, was wir wohlmöglich mit ihnen anrichten?

Wie oft lassen wir uns eigentlich die Worte, die wir wählen, im Voraus erst einmal durch den Kopf gehen?

Wie oft denken wir darüber nach, was unsere Worte in der Welt und bei unseren Mitmenschen auslösen oder bewirken?

Wir reden in Momenten, in denen es besser wäre, zu schweigen und schweigen in Momenten, in denen zu reden doch viel sinnvoller wäre.

Frag‘ dich doch mal: wie schmeckt dieses Wort auf meiner Zunge? Wie wird es sich wohl anhören, wenn ich ihm eine Stimme schenke? Was passiert wohl, wenn ich es heraustrage und aus mir und meinem Kopf in diese Welt entlasse?

Oftmals verstehen wir nicht, wieso unsere Menschen so reagieren wie sie reagieren. Wir können ihre Handlungen, ihre Reaktionen nicht nachvollziehen und vergessen darüber hinaus, das der Großteil der Aktion eines Menschen als Re-Aktion auf unsere Worte und unsere Taten geschieht. Wir fragen uns, was wohl mit diesem Menschen los ist, warum er so reagiert und was ihn dazu veranlasst hat.Wieso fragen wir uns nicht öfter mal, was wir selbst gemacht haben könnten, dass dieser Mensch so reagiert?

Denn eines sollten wir nicht vergessen:

Worte haben immer eine Wirkung! Und es liegt an uns, welche Worte wir wählen und was wir mit ihnen in dieser Welt und bei unseren Mitmenschen wohlmöglich bewirken.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen entspannten und angenehmen Sonntag! ♥😊

Dreh‘ die Zeit zurück.

Und hey, manchmal wünsch‘ ich mir doch nur
dich noch ein einziges Mal zu sehen
nur einmal noch die Zeit zurück zu drehen
und dann würd‘ ich dich in die Arme schließen
dich halten und mich von dir halten lassen
würd vorsichtig deine Wange anfassen
und sie mit tausenden von Küssen bedecken
ich wünschte, es würde mich nur niemals jemand aus diesem Traum aufwecken

Und hey, manchmal wünsch‘ ich mir doch nur
deine Stimme würde noch ein einziges Mal erklingen
und ich könnte einmal noch etwas Zeit mir dir verbringen
in der wir uns ein letztes Mal alles Wichtige mit Worten sagen
uns versöhnen, uns endgültig vertragen
damit wir beide Frieden finden
und all die zurückgebliebenen Streitigkeiten schwinden
und dann lass‘ ich dich los und du bist frei

Und hey, manchmal wünsch ich mir so sehr
ich hätte dir viel eher gesagt
was du alles für mich bist und was du alles für mich warst
aber wie so oft im Leben, weiß der Mensch erst hinterher
wenn er schon längst verloren hat
was er zuvor doch halten durfte
halt‘ meine Hand ein letztes Mal bevor du verschwindest
und endlich deinen lang ersehnten Frieden findest

Und hey, manchmal wünsch‘ ich mir doch nur
die ganze alte Zeit zurück
in der wir beide noch dieselbe Luft geatmet haben
und unsere Hände uns den größten Halt gaben
die Zeit, von der wir dachten, sie würde immer uns gehören
von der wir dachten, keiner auf der Welt kann das zerstören
und ich will dir doch noch so vieles sagen
dich bloß ein allerletztes Mal noch fragen:
denkst du manchmal auch an mich?

Weniger Perfektionismus, mehr Authentizität

Ein Ziel vor Augen zu haben, gibt uns Halt, Orientierung und motiviert uns im besten Fall.
Wir alle haben Erwartungen an uns selbst, die wir natürlich bestätigt sehen wollen.
Wir nehmen uns Dinge vor, schmieden Pläne und setzen uns Meilensteine.

All das sind Dinge, die uns Struktur geben und uns dabei helfen, uns selbst zu verwirklichen.

Und dennoch: wir sind unzufrieden, wenn wir unsere Ziele nicht in der Zeit und dem Ausmaß erreichen, wie wir es uns vorgenommen haben.
Wir glauben, gescheitert zu sein, wenn unsere Erwartungen (vorerst) nicht bestätigt wurden und unsere Pläne vielleicht durchkreuzt wurden.

Vielleicht sollten wir uns alle regelmäßig bewusst machen, dass das Leben nicht gradlinig, sondern vielmehr in Wellen und in Schlangenlinien verläuft.

Ganz egal wie sehr wir auch versuchen, einen Plan zu haben, mit dem wir unsere Ziele erreichen, dem Leben sind Pläne nicht wichtig – meistens kommt es doch sowieso anders als geplant.

Vielleicht sollten wir, statt andauernd perfekte Pläne zu schmieden, viel mehr versuchen, uns unsere Offenheit dem Leben und all seinen Veränderungen gegenüber zu bewahren?

Denn, wenn wir alle einmal in uns kehren und kurz darüber nachdenken:

Ist es nicht viel schöner, ein authentisches und echtes Leben zu leben, als ein perfektes Leben?

So sehr der Mensch auch um Perfektionismus bemüht ist, sich danach sehnt, perfekt zu sein und nach einem perfekten Leben strebt – Perfektionismus ist eine Illusion, es gibt ihn schlichtweg nicht.

Und anstatt sich in dem Bestreben nach Perfektionismus aufzugeben, sollten wir alle doch lieber authentisch und echt sein – und dazu gehört eben vielleicht auch, offen zu zeigen, wie wir mit Unvollkommenheiten, mit Fehlern, Schwächen und dem Scheitern umgehen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Restwoche! ♥ 🙂

Don’t just be good to others

Hallo Welt da draußen! 🙂

Ein Thema, welches mich die letzten Tage irgendwie vermehrt beschäftigt hat und von dem ich euch gerne auch etwas „mitgeben“ möchte, ist Selbstfürsorge und Selbstliebe.

Oft ist es in unserem alltäglichen Leben eine Selbstverständlichkeit, für unsere Liebsten da zu sein, ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte zu haben und ihnen unter die Arme zu greifen. Durch kleine Gesten und Aufmerksamkeiten zeigen wir den Menschen in unserem Umfeld, was uns an ihnen liegt und warum wir sie in unserem Leben schätzen.

Darüber hinaus gerät aber allzu oft etwas ganz Essenzielles, etwas ganz Wichtiges in den Hintergrund: DU selbst!

Was ich euch in diesen Tagen mit auf den Weg geben möchte und der Titel des Beitrages, sowie das Beitragsbild ziemlich treffend auf den Punkt bringen:

 

Vergesst nicht, auch für euch selbst da zu sein. Stellt das Glück und Befinden eurer Mitmenschen nicht über euer Eigenes. Denkt auch an euch und tut nicht nur anderen Gutes.

 

So gut es auch ist, an seine Mitmenschen zu denken und für sie da zu sein – denkt auch daran, dass ihr euch selbst ein guter Freund seid, euch Zeit für euch nehmt und einen liebevollen Dialog mit euch selbst pflegt. ❤

 

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ganz wunderbare Ostertage und Zeit für eure Liebsten UND euch selbst! 🙂

„It hurt because it mattered“

Huhu ihr Lieben,

in Anlehnung an das Beitragsbild und das Zitat von einem (wie ich finde) ganz, ganz wunderbaren Autor möchte ich heute folgende Worte an euch weitergeben:

Allzu oft werden wir in unserem Alltag verletzt oder enttäuscht – und egal, ob bewusst oder unbewusst – es tut jedes Mal erneut verdammt weh.

Auf die Frage, wieso es weh tut, gibt es vermutlich eine ganz einfache und offensichtliche Antwort: Es tut weh, weil es menschlich ist.

Und dennoch versuchen wir so gut es geht unsere Enttäuschung und Verletztheit zu verbergen, weil es gesellschaftlich als „Schwäche“ abgetan wird – und wer will schon gerne schwach wirken?
Wir reden unsere eigenen Gefühle runter, denn „es gibt ja viel Schlimmeres im Leben“ und „das wird schon wieder“. Und ja, natürlich gibt es weitaus schlimmere Dinge, die auf der Welt passieren und natürlich wird die Enttäuschung auch wieder abebben.

Aber wir vergessen darüber hinaus allzu oft, dass Leid nicht pauschal messbar und schon gar nicht erst vergleichbar ist.

Es ist völlig okay, verletzt zu sein und sich dieses Gefühl vor sich selbst einzugestehen. Wir sind Menschen, fühlende Wesen mit Empfindungen – und dazu gehören eben auch die weniger schönen und nicht ganz so angenehmen Gefühle.

Was ich euch heute gerne mit auf den Weg geben möchte:
Seid nicht so hart zu euch selbst und steht vor allem vor euch selbst dazu, wenn ihr verletzt, enttäuscht, traurig oder wütend seid.
Verurteilt euch selbst nicht dafür, geht nicht zu hart mit euch ins Gericht und vor allem gebt auch diesen Gefühlen die Berechtigung existieren zu dürfen – damit nehmt ihr ihnen nämlich schone eine gewaltige Menge ihrer Macht über euch.

John Green bringt es wie so oft auf den Punkt: es tut weh, weil es eine Bedeutung hat(te) – und das ist völlig in Ordnung und nur menschlich!

In diesem Sinne: Habt einen tollen Abend! ♥

Ist die Menschheit dem Verfall nahe?

Zugebenermaßen ist die Frage für diesen Beitrag absichtlich etwas provokativ gewählt.
Dennoch möchte ich mich heute und hier in dem Beitrag mit dieser Fragestellung auseinandersetzen.
Dieser Beitrag soll sich nicht mit der Verfallsthematik rund um das Thema Krieg und Zerstörung auseinandersetzen.
Ich möchte mit meiner Frage auf die (zwischen-) menschlichen Werte anspielen, von denen ich glaube, dass sie mehr und mehr an Bedeutung verlieren in unserer heutigen Gesellschaft.

1.Social Media, WhatsApp & Co
Mich persönlich stimmt es zunehmend traurig, dass die Menschen vermehrt den Weg des geringsten Widerstandes wählen. Social Media, WhatsApp & Co bieten sicherlich zahlreiche Vorteile, die ich auch gar nicht missen möchte. Der Kontakt zu Menschen, die halt nicht „nebenan“ wohnen, wird gewährt und so ist es möglich, auch Freundschaften über eine weitere Entfernung aufrecht zu erhalten.
Was mir persönlich aber mehr und mehr gegen den Strich geht:
Wichtige Themen, Entscheidungen und Gefühlslagen werden immer öfter über diese Kanäle ausgetragen und kommuniziert.
Es stimmt mich traurig, dass Menschen immer unfähiger werden, solch wichtige Worte auf realen Wegen zu vermitteln. Meines Erachtens hat es rein gar nichts mit Wertschätzung, Achtung und Respekt zu tun, wenn wir solche Dinge über diese Kanäle kommunizieren. Es mag vielleicht überspitzt klingen, aber in meinen Augen signalisiert ein solches Verhalten, dass die Menschen einander nicht mehr wichtig nehmen und Konfrontation scheuen.

2.Schnelllebigkeit & Ersetzbarkeit
Unsere fortschrittliche Welt bietet eine Menge positiver Entwicklungen, die wir alle, so denke ich, heute nicht mehr missen möchten.
Was mich allerdings stört:
Die Schnelllebigkeit und Ersetzbarkeit, durch welche unsere heutige Welt leider mehr und mehr geprägt ist.
Was ist aus den guten alten Tugenden und Werten geworden, die uns Menschen menschlich machen?
Sobald es mal unangenehm oder unschön wird, gehen die Menschen wortlos auseinander, weil gleich an der nächsten Ecke ein neuer Mensch wartet, mit dem es vielleicht leichter ist. Und wenn uns dieser Mensch nicht mehr genügt, na dann wird auch dieser eben aussortiert und ein neuer Mensch nimmt seinen Platz ein. Auch dieses Verhalten hat für mich rein gar nichts mit Respekt, Achtung und Wertschätzung zu tun. Und dennoch scheint dieses Verhalten in der modernen Welt immer normaler und alltäglicher werden.

Was will ich also eigentlich sagen?
Es ist ein tief menschliches Verhalten, dass wir gerne stets dazugehören wollen, ein Teil der großen Menge sein möchten.
Und an dieser Stelle möchte ich ganz bewusst sagen, dass ich mich von diesem Verhalten gerne ausgrenzen möchte.

Ich wünsche mir, dass sich die Menschen wieder mehr mit Respekt begegnen. Dass sie es sich wert sind, Worte vor diesem Menschen für ihn zu finden und nicht versteckt hinter einem Handy-Display irgendwelche Unannehmlichkeiten und schwere Worte auszutauschen.
Zeigt den Menschen in eurem Umfeld durch euer Verhalten, dass sie ihr wertschätzt und dass sie euch wichtig genug sind, dass ihr aufrichtig und wahrhaftig mit ihnen kommuniziert.
Macht es euch nicht immer leicht und wählt nicht immer den Weg des geringsten Widerstand. Habt so viel Charakter und Selbstachtung und behaltet euch diese menschlichen Werte bei, auch wenn es viele andere sicherlich nicht tun werden.

Ich danke euch! ❤

©lini23061995

1/4 – Verlust, Schmerz, Trauer, Enttäuschung – Anerkennung

Du bist enttäuscht, weil du eine Verabredung hattest, die leider kurzfristig abgesagt wurde.
Du hattest dich sehr auf dieses Treffen und die Begegnung gefreut. Nun bist du traurig, weil es doch nicht geklappt hat.

Du hast für eine wichtige Prüfung wie ein Ochse gebüffelt und nun eine „schlechte“ Note dafür bekommen.
Du bist enttäuscht von dir selbst und traurig, dass du nicht die Leistung erzielt hast, die du dir eigentlich als Ziel gesteckt hattest.

Einem guten Freund geht es schlecht.
Du siehst wie er leidet und fühlst dich hilflos.
Du bist traurig und fühlst seinen Schmerz wie deinen eigenen, du leidest wirklich mit und fühlst dich machtlos, weil du ihm nicht so helfen kannst wie du es gerne tun würdest.

Dein Hund ist gestorben.
Du hattest ihn seitdem du ein kleines Kind warst und bist mit ihm groß geworden. Er war dir ein treuer Begleiter und stets an deiner Seite. Der Verlust liegt dir schwer auf dem Herzen und du bist unendlich traurig, dass er nun nicht mehr da ist.

Was haben all diese Situationen gemeinsam?
Enttäuschung, Schmerz und Trauer sind Gefühle, die dein Seelenleben nun beschäftigen. Du fühlst dich unwohl und irgendwie belasten dich diese Gefühle. Sie erfüllen dich mit einer Schwere und Melancholie und färben alles Gute irgendwie dunkel und negativ.

1. Schritt: Anerkennung
Die Spezies „Mensch“ neigt immer mehr dazu Gefühle wie Trauer, Schmerz und Enttäuschung als etwas „Böses“ oder „Schlechtes“ zu empfinden. Der Mensch hat zu funktionieren. Die Gesellschaft lehrt uns, dass solch vermeintlich negativen Gefühle unerwünscht sind.

Halt! Stopp!
Wer sagt uns, dass Gefühle wie Trauer, Schmerz und Enttäuschung „schlecht“ und „böse“ sind?
Wir nehmen solch schweren Gefühlen schon eine Menge Macht, indem wir anfangen sie als Gefühle anzuerkennen.

Anerkennung:
Trauer, Schmerz und Enttäuschung sind auch nur Gefühle wie z.B. Hunger oder Müdigkeit.
Indem du anfängst, diese Gefühle als etwas Natürliches und Stinknormales anzusehen, nimmst du ihnen schon ein Stück ihrer (negativen) Energie.
Du gibst dir und diesen Gefühlen die Berechtigung, dass ihre Existenz in deinem Seelenhaus nicht bloß „okay“, sondern das Normalste der Welt ist.

Anerkennung kann einer der ersten Schritte sein, um eine gute Grundlage für einen hilfreichen Umgang mit Gefühlen wie diesen zu schaffen.

©lini23061995

Ich hätt‘ da mal ’ne Frage…

Hallo ihr Lieben da draußen! 🙂

Wie ihr dem Titel dort oben entnehmen könnt, hätte ich mal eine Frage an euch.

In letzter Zeit habt ihr ja eigentlich mehr oder weniger „lyrische Ausdünstungen“ von mir hier erhalten…

Nun schwirrt mir aber seit einigen Tagen die Idee im Kopf herum, einen mehrteiligen Beitrag über meine Gedanken zum Umgang mit Verlust, Schmerz, Trauer und Enttäuschungen zu schreiben.

Da ich euch natürlich auf dieser Plattform auch etwas bieten möchte, was euch gefällt bzw. mit dem ihr euch auseinandersetzen möchtet, habe ich nun folgende Frage an euch:

Würde euch eine solche Beitrag-Reihe interessieren? Oder sollte es lieber bei meinem lyrischen Philosophieren bleiben? 😉

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen, meine Lieben!

Bis dahin, macht’s gut! 🙂
Eure Lini

©lini23061995

Die Ambivalenz des Seelenschmerzes

>“Und zum Schluss, sind wir alle einfach nur Menschen, betrunken von der Idee, dass Liebe, nur Liebe, unser Gebrochenes heilen kann“.
(F.Scott Fitzgerald)<<

Wir alle haben da etwas in uns, was wir verstecken, geheim halten vor der Welt. Etwas, das wir wie einen kostbaren Schatz in den Abgründen unseres menschlichen Daseins, unserer Seele verbergen.

Ich spreche nicht von den Geheimnissen der Anderen, die uns vertraulich auferlegt wurden, sondern von jenen Geheimnissen, die die Einsamkeit unserer aller Herzen beschäftigt, die Sorte von Schmerz, die wir mit allen Mitteln des Universums vor der Welt zu verstecken suchen.

Der Schmerz unserer Herzen, der uns darin erinnert, dass das Leben vergänglich ist, dass nichts, rein gar nichts im Leben Beständigkeit hat.

Jedes menschliche Dasein wird früher oder später, irgendwann im Leben, mit der Vergänglichkeit, der Unbeständigkeit des Lebens konfrontiert und für jeden einzelnen dieser Menschen ist es auf eine andere Art und Weise schlimm.

Für jeden einzelnen Menschen bricht eine ganz eigene Welt zusammen.
Jeder einzelne Mensch stellt sich dann die Frage des Sinns, einer Sinnhaftigkeit in der menschlichen Existenz.

Manche gehen verloren, verloren im Nebel der vermeintlichen Sinnlosigkeit.
Viele erschrecken vor der Erkenntnis dieser Unbeständigkeit, verfallen in diese dem Menschen das Leben entziehende Starrheit.
Nur wenige erkennen, dass wir Menschen diese Art von Schmerz brauchen, dass er Teil unseres Lebenselixiers, essenzieller Treibstoff für die Zellen unseres Körpers ist.

>Denn nur derjenige, der weiß, was Schmerz ist, kann die Schönheit, die Magie und den Zauber dieses Lebens verstehen.<<

Ich meine die Sorte von Schmerz, die sich mit ihren Krallen in die Zartheit unserer Herzen schlägt.
Jener Schmerz, der uns die Welt in ihrer ganzen Nüchternheit betrachten lässt. Die Art von Schmerz, die etwas unwiderruflich in uns verändert, etwas in uns zerbrechen lässt und wie ein Gift unsere Sinne benebelt.
Nur wer diese Art des Schmerzes irgendwo, an irgendeiner Stelle seines Herzens trägt, kann die Bedeutung, die er unserem Leben andererseits schenkt, begreifen, verstehen, sehen und umsetzen.

Denn es ist so, es ist wahr, dass der Mensch erst zu schätzen weiß, was er hatte, wenn er es verloren hat.
Und erst dann, wenn wir diese Erfahrung im Leben machen mussten, wir dieser Form von Schmerz einen Platz gewähren mussten, können wir neben der Trostlosigkeit, dem Seelenschmerz dieser Welt, zukünftig mit mehr Wertschätzung und mehr Achtung diesem einen Leben, was uns geschenkt wurde, entgegen treten.

©lini23061995