DANKBARKEIT

Viele Antworten von euch haben mich auf meine Fragen zum Thema „Dankbarkeit“ erreicht – hier ist nun mein Beitrag dazu:

„Ich bin im Alltag für jeden Glücksmoment dankbar.“

Was sind Glücksmomente? Wann empfinden wir Glück im Alltag und können es mit Dankbarkeit entgegennehmen?

Viele von euch haben mir geschrieben, dass sie Dankbarkeit im Alltag empfinden, wenn sie Zeit haben, die sie mit geliebten Menschen oder mit sich selbst verbringen können. Wir sind dankbar, wenn wir neben all den Verpflichtungen, die uns im tagtäglichen Leben erwarten, Zeit haben für Familie, Freunde und Hobbys.

Oftmals sind wir aber auch für die kleinen, unscheinbaren Dinge dankbar:

„Die schönsten Momente entstehen oft durch Anlächeln.“

Ein von Herzen kommendes Lächeln von einem fremden Menschen, der dir auf der Straße entgegenkommt, kann oftmals schon genügen, um einen kleinen Moment der Dankbarkeit – tief in deinem Innersten – zu spüren. Es sind allzu oft die einfachen Dinge, für die wir dankbar sein sollten und die wir uns in Situationen – gefüllt von Alltagsstress und Hetzerei – immer wieder vergegenwärtigen sollten.

„Ich bin täglich dankbar dafür, dass wir alle gesund sind.“

Viele von uns stecken so sehr in ihrem Alltagstrott fest, dass sie vielleicht vergessen, wie dankbar sie für das Gut der Gesundheit sein können. In unserer Welt, in der so viele Missstände und Kriege herrschen und viele Menschen an unheilbaren Krankheiten sterben müssen, sollten wir tagtäglich dankbar dafür sein, dass wir das große Glück haben, jeden Morgen gesund aus dem Bett steigen zu können.

„Ich bin dankbar für das, was man fühlt.“

Wir alle können uns glücklich schätzen, dass wir unsere Gefühle bewusst wahrnehmen können und uns tagtäglich in Selbstreflektion üben können. Es kann uns ein großes Gefühl der Dankbarkeit geben, wenn wir lernen, dass alle Gefühle, ihre Daseinsberechtigung haben und gefühlt werden dürfen.

Dankbarkeit hilft uns also in vielen Belangen, am meisten aber wohl dabei, sich selbst und anderen liebevoll und mit Rücksichtnahme zu begegnen. Wenn wir Dankbarkeit in unseren Alltag integrieren, können wir die Herausforderungen, die uns jeden Tag erwarten, besser bewältigen und uns von kleinen oder großen Sorgen befreien.

„Wenn ich nicht schlafen kann, spreche ich ein einfaches individuelles Dankgebet – obwohl ich kein religiöser Mensch bin.“

Mithilfe von Dankbarkeit kommen wir besser durch den Alltag und begegnen dem Leben, den Menschen darin und uns selbst mit mehr Achtsamkeit. Dankbarkeit geht Hand in Hand mit Wertschätzung einher und mit Wertschätzung gelingt es uns, entspannter zu sein, das Leben mehr zu genießen und Glück zu empfinden.

Wenn wir dankbar sind, fühlen wir uns dem Leben nah. Es sind die kleinen Momente des Alltags, in denen wir das Leben in jeder Zelle unseres Körpers spüren.

„Gute Gespräche mit inspirierenden Menschen, Umarmungen, humorvolle Situationen, unbeschwerte Momente, Spaziergänge in der Natur, erfolgreiche gemeisterte Herausforderungen – all das sind Momente, in denen wir uns dem Leben besonders nah fühlen.“

Was ich euch also mit auf den Weg geben möchte: Nehmt euch jeden Tag aufs Neue die Zeit, innezuhalten und bewusst zu überlegen, für was ihr dankbar sein könnt. Jeder noch so schlechte und düstere Tag kann in ein bisschen mehr Glanz erstrahlen, wenn ihr euch bewusst macht, für was ihr dankbar sein könnt. Es gibt keinen Tag, an dem nicht jeder von uns etwas finden kann, für das er/sie dankbar ist – und wenn es nur eine winzige Kleinigkeit wie zum Beispiel ein Sonnenstrahl, der euer Gesicht berührt oder ein Lächeln von einem Mitmenschen ist.

 

In diesem Sinne: habt vielen Dank für die Zeit, die ihr euch genommen habt, um meine Fragen zu beantworten! 🙂

 

 

Lebenskünstler

Ich sehe
was ich nicht sehen will
seh‘ ich am schärfsten
Augen verschließen
bringt mir nichts
als weitere Bilder
von der Realität vor mir
kann ich nicht weglaufen
und mir die Welt
mit all den Farben
frei von mir gewählt
kunterbunt und farbenfroh malen?

©lini23061995