Die Kunst des Heilens – oder „Male mit bunten Farben“

Hallo du,

so viele Farben – so viele verschiedene Farben und Farbtöne gibt es auf der Welt.

Stell‘ dir doch mal vor, du bist der Künstler deines Lebens.
Jedes Bild, das du malst, steht für einen Tag deines Lebens und nur du, ganz alleine du, entscheidest über die Motive, die Farben.
Jeden Tag aufs Neue malst du ein neues Bild und am Ende ist das dein Leben.
Wie klingt das? Welche Motive zieren dein Bild? Für welche Farbe entscheidest du dich?

Ich möchte, dass du eines nicht vergisst: nicht nur dein Leben zeichnet dich, auch du hast die Wahl, über Motive und Farben zu entscheiden – jeden Tag aufs Neue.

Vielleicht hast du gerade das Gefühl, dass nicht du dein Leben zeichnest, sondern dein Leben dich.
Und ja, manchmal ist das auch so. Manchmal zeichnet dich dein Leben. Das ist unvermeidbar.
Manchmal wirst du dich fragen, warum manche Bilder in deinem Leben von unschönen, schrecklichen, traurigen oder gar traumatischen Motiven gefüllt sind.

Du wirst dich fragen, warum das Leben – warum dein Leben – sich für die dunkelsten, die düstersten Farben entscheidet. Du wirst wissen wollen: „Warum gerade meine Bilder? Warum gerade mein Leben?“ Und schlimmer noch: Du wirst keine Antwort auf diese Frage finden.

Aber du wirst an den Punkt kommen, an dem du merkst, dass du – auch wenn dein Leben manchmal dich zeichnet – auch immer noch irgendwo und irgendwie, an irgendeinem Punkt, an irgendeiner Stelle dein eigener Künstler bist.

Du wirst die Wahl haben: Mit welchen Farben male ich meine Bilder? Für welche Motive entscheide ich mich? Welche Kunst werde ich daraus schaffen?

Vielleicht ist die Kunst, mit bunten Farben zu malen.

In diesem Sinne, habt es gut!♥

DANKBARKEIT

Viele Antworten von euch haben mich auf meine Fragen zum Thema „Dankbarkeit“ erreicht – hier ist nun mein Beitrag dazu:

„Ich bin im Alltag für jeden Glücksmoment dankbar.“

Was sind Glücksmomente? Wann empfinden wir Glück im Alltag und können es mit Dankbarkeit entgegennehmen?

Viele von euch haben mir geschrieben, dass sie Dankbarkeit im Alltag empfinden, wenn sie Zeit haben, die sie mit geliebten Menschen oder mit sich selbst verbringen können. Wir sind dankbar, wenn wir neben all den Verpflichtungen, die uns im tagtäglichen Leben erwarten, Zeit haben für Familie, Freunde und Hobbys.

Oftmals sind wir aber auch für die kleinen, unscheinbaren Dinge dankbar:

„Die schönsten Momente entstehen oft durch Anlächeln.“

Ein von Herzen kommendes Lächeln von einem fremden Menschen, der dir auf der Straße entgegenkommt, kann oftmals schon genügen, um einen kleinen Moment der Dankbarkeit – tief in deinem Innersten – zu spüren. Es sind allzu oft die einfachen Dinge, für die wir dankbar sein sollten und die wir uns in Situationen – gefüllt von Alltagsstress und Hetzerei – immer wieder vergegenwärtigen sollten.

„Ich bin täglich dankbar dafür, dass wir alle gesund sind.“

Viele von uns stecken so sehr in ihrem Alltagstrott fest, dass sie vielleicht vergessen, wie dankbar sie für das Gut der Gesundheit sein können. In unserer Welt, in der so viele Missstände und Kriege herrschen und viele Menschen an unheilbaren Krankheiten sterben müssen, sollten wir tagtäglich dankbar dafür sein, dass wir das große Glück haben, jeden Morgen gesund aus dem Bett steigen zu können.

„Ich bin dankbar für das, was man fühlt.“

Wir alle können uns glücklich schätzen, dass wir unsere Gefühle bewusst wahrnehmen können und uns tagtäglich in Selbstreflektion üben können. Es kann uns ein großes Gefühl der Dankbarkeit geben, wenn wir lernen, dass alle Gefühle, ihre Daseinsberechtigung haben und gefühlt werden dürfen.

Dankbarkeit hilft uns also in vielen Belangen, am meisten aber wohl dabei, sich selbst und anderen liebevoll und mit Rücksichtnahme zu begegnen. Wenn wir Dankbarkeit in unseren Alltag integrieren, können wir die Herausforderungen, die uns jeden Tag erwarten, besser bewältigen und uns von kleinen oder großen Sorgen befreien.

„Wenn ich nicht schlafen kann, spreche ich ein einfaches individuelles Dankgebet – obwohl ich kein religiöser Mensch bin.“

Mithilfe von Dankbarkeit kommen wir besser durch den Alltag und begegnen dem Leben, den Menschen darin und uns selbst mit mehr Achtsamkeit. Dankbarkeit geht Hand in Hand mit Wertschätzung einher und mit Wertschätzung gelingt es uns, entspannter zu sein, das Leben mehr zu genießen und Glück zu empfinden.

Wenn wir dankbar sind, fühlen wir uns dem Leben nah. Es sind die kleinen Momente des Alltags, in denen wir das Leben in jeder Zelle unseres Körpers spüren.

„Gute Gespräche mit inspirierenden Menschen, Umarmungen, humorvolle Situationen, unbeschwerte Momente, Spaziergänge in der Natur, erfolgreiche gemeisterte Herausforderungen – all das sind Momente, in denen wir uns dem Leben besonders nah fühlen.“

Was ich euch also mit auf den Weg geben möchte: Nehmt euch jeden Tag aufs Neue die Zeit, innezuhalten und bewusst zu überlegen, für was ihr dankbar sein könnt. Jeder noch so schlechte und düstere Tag kann in ein bisschen mehr Glanz erstrahlen, wenn ihr euch bewusst macht, für was ihr dankbar sein könnt. Es gibt keinen Tag, an dem nicht jeder von uns etwas finden kann, für das er/sie dankbar ist – und wenn es nur eine winzige Kleinigkeit wie zum Beispiel ein Sonnenstrahl, der euer Gesicht berührt oder ein Lächeln von einem Mitmenschen ist.

 

In diesem Sinne: habt vielen Dank für die Zeit, die ihr euch genommen habt, um meine Fragen zu beantworten! 🙂

 

 

Die Sache mit dem Glück (-lich sein)

Stell dir doch mal vor:

Du kletterst auf einen hohen Baum und bist mutig und kletterst wirklich hoch hinauf.
Du bist stolz und glücklich, weil du so weit hoch geklettert bist und spürst den seichten Wind auf deiner Nase.
Plötzlich rutscht du aber und kannst dich nicht mehr festhalten und stürzt tief, tief hinab bis du auf den harten Boden knallst.
Das tut weh, ziemlich weh sogar.

Wie oft würdest du trotzdem wieder hinauf klettern, um dieses Gefühl zu spüren, was du hoch oben im Baum hattest?
Oder würdest du nicht vielleicht doch lieber auf dem Boden bleiben, wo es sicher und ungefährlich ist und würdest dafür vielleicht in Kauf nehmen, dass du dieses besondere Gefühl hoch oben in der Baumkrone nicht haben könntest?

Ich meine ja nur…

Ist die Menschheit dem Verfall nahe?

Zugebenermaßen ist die Frage für diesen Beitrag absichtlich etwas provokativ gewählt.
Dennoch möchte ich mich heute und hier in dem Beitrag mit dieser Fragestellung auseinandersetzen.
Dieser Beitrag soll sich nicht mit der Verfallsthematik rund um das Thema Krieg und Zerstörung auseinandersetzen.
Ich möchte mit meiner Frage auf die (zwischen-) menschlichen Werte anspielen, von denen ich glaube, dass sie mehr und mehr an Bedeutung verlieren in unserer heutigen Gesellschaft.

1.Social Media, WhatsApp & Co
Mich persönlich stimmt es zunehmend traurig, dass die Menschen vermehrt den Weg des geringsten Widerstandes wählen. Social Media, WhatsApp & Co bieten sicherlich zahlreiche Vorteile, die ich auch gar nicht missen möchte. Der Kontakt zu Menschen, die halt nicht „nebenan“ wohnen, wird gewährt und so ist es möglich, auch Freundschaften über eine weitere Entfernung aufrecht zu erhalten.
Was mir persönlich aber mehr und mehr gegen den Strich geht:
Wichtige Themen, Entscheidungen und Gefühlslagen werden immer öfter über diese Kanäle ausgetragen und kommuniziert.
Es stimmt mich traurig, dass Menschen immer unfähiger werden, solch wichtige Worte auf realen Wegen zu vermitteln. Meines Erachtens hat es rein gar nichts mit Wertschätzung, Achtung und Respekt zu tun, wenn wir solche Dinge über diese Kanäle kommunizieren. Es mag vielleicht überspitzt klingen, aber in meinen Augen signalisiert ein solches Verhalten, dass die Menschen einander nicht mehr wichtig nehmen und Konfrontation scheuen.

2.Schnelllebigkeit & Ersetzbarkeit
Unsere fortschrittliche Welt bietet eine Menge positiver Entwicklungen, die wir alle, so denke ich, heute nicht mehr missen möchten.
Was mich allerdings stört:
Die Schnelllebigkeit und Ersetzbarkeit, durch welche unsere heutige Welt leider mehr und mehr geprägt ist.
Was ist aus den guten alten Tugenden und Werten geworden, die uns Menschen menschlich machen?
Sobald es mal unangenehm oder unschön wird, gehen die Menschen wortlos auseinander, weil gleich an der nächsten Ecke ein neuer Mensch wartet, mit dem es vielleicht leichter ist. Und wenn uns dieser Mensch nicht mehr genügt, na dann wird auch dieser eben aussortiert und ein neuer Mensch nimmt seinen Platz ein. Auch dieses Verhalten hat für mich rein gar nichts mit Respekt, Achtung und Wertschätzung zu tun. Und dennoch scheint dieses Verhalten in der modernen Welt immer normaler und alltäglicher werden.

Was will ich also eigentlich sagen?
Es ist ein tief menschliches Verhalten, dass wir gerne stets dazugehören wollen, ein Teil der großen Menge sein möchten.
Und an dieser Stelle möchte ich ganz bewusst sagen, dass ich mich von diesem Verhalten gerne ausgrenzen möchte.

Ich wünsche mir, dass sich die Menschen wieder mehr mit Respekt begegnen. Dass sie es sich wert sind, Worte vor diesem Menschen für ihn zu finden und nicht versteckt hinter einem Handy-Display irgendwelche Unannehmlichkeiten und schwere Worte auszutauschen.
Zeigt den Menschen in eurem Umfeld durch euer Verhalten, dass sie ihr wertschätzt und dass sie euch wichtig genug sind, dass ihr aufrichtig und wahrhaftig mit ihnen kommuniziert.
Macht es euch nicht immer leicht und wählt nicht immer den Weg des geringsten Widerstand. Habt so viel Charakter und Selbstachtung und behaltet euch diese menschlichen Werte bei, auch wenn es viele andere sicherlich nicht tun werden.

Ich danke euch! ❤

©lini23061995

Ich kann die Stille hören
will sie in Musik verwandeln

In der Dunkelheit seh‘ ich am besten
und sehne doch das Licht herbei

Ich fühle nichts und doch zu viel
die Sicht verschwommen im Nebel der Gefühle

Manchmal schmeckt das Leben bitter
Ich geb‘ ihm eine neue Würze

Ich gehe immer weiter
auf unbekannten Wegen
im Herzen die Hoffnung
die mich immer weiter trägt

©lini23061995

Eines Tages

Und eines Tages
vielleicht heute
vielleicht morgen
werden wir zu Staub zerfallen
ein Opfer der Vergänglichkeit

Und eines Tages
vielleicht heute
vielleicht morgen
werden wir Verlierer sein
im Wettlauf gegen die Zeit

Und eines Tages
vielleicht heute
vielleicht morgen
werden wir in Geschichten leben
die die Menschen sich erzählen

Denn eines Tages
vielleicht heute
vielleicht morgen
sind wir nichts
was je Bedeutung hatte

©lini23061995

Illusion der Erinnerung

Menschen sagen sich
die Erinnerung sei das
was uns keiner nehmen kann

Menschen leben
in den Bildern an den Wänden
glauben an Illusionen der Vergangenheit

Menschen zünden Kerzen an
betrauern die Vergänglichkeit
und nennen es Erinnerung

Menschen fürchten sich
vor dem, was sie sehen
wenn das Licht der Kerze erlischt

Was Ich Will

Ich möchte zweifeln
will hinterfragen
und manchmal auch in Frage stellen

Ich will die Welt erkunden
will mehr als schwarz und weiß
und völlig neue Farben finden

Ich möchte selbst entscheiden
will mir eine Meinung bilden
und frei von Konventionen sein

Ich möchte mehr als bloß nach vorne schauen
will mal links, mal rechts die Sicht genießen
und unbekannte Wege gehen

Ich will Ich sein
will bloß Ich selbst sein
der Welt ein Stück von mir schenken