Wo ich stehe und Wo ich hin will

Hallo liebe Welt da draußen,

ich bin’s dann wohl mal wieder!

Der Titel meines Beitrages lässt wahrscheinlich schon vermuten, worüber ich euch heute berichten möchte. Es geht um aktuelle Situationen, um das Leben, welches man gerade lebt und das Leben, welches man sich für seine Zukunft vorstellt und wünscht. Es geht um die Zufriedenheit mit der Situation, in der man sich gerade befindet und um den Weg, den man sich für sich selbst weiterhin vorstellt.

Ich möchte ganz ehrlich sein, denn diese Fragen „Wo stehe ich? Und wo will ich hin?“ beschäftigten mich aktuell besonders stark.

Woran ich das merke? Ich merke es daran, dass ich mit meiner aktuellen Situation nicht wirklich zufrieden bin. Ich stelle mir die Frage, ob der Weg, den ich eingeschlagen habe, wirklich der Weg ist, den ich weitergehen möchte. Und wenn ich diesen Gedanken weiterdenke und merke, welche Zweifel damit verbunden sind und wie der Weg denn aussehen könnte, damit ich zufriedener und glücklicher mit ihm bin, kommen noch mehr und noch größere Fragezeichen. Ich befinde mich nun am Ende meines Studiums und muss sagen, dass ich nicht weiß, ob mein Studium und der damit verbundene Weg wirklich für mich weitergehen. Klar ist, dass es mein Ziel ist, es erfolgreich abzuschließen. Aber trotzdem bleibt für mich die Frage: was mache ich damit? Möchte ich überhaupt etwas damit machen? Wird mich das glücklich machen, wo ich doch jetzt schon Zweifel habe? Soll ich nochmal bei „Null“ anfangen und wenn ja, was mache ich dann? Geht das überhaupt?

SELRES_0289bfae-4689-498c-8825-67064015032fSELRES_4a41fe2f-7809-494c-a94c-fb496f24dad1SELRES_2e787c06-d1bc-4826-8cd0-c4d687b5048cSELRES_d65e7dd5-d7f3-4c1d-bc80-1c51e264dc6aFakt ist, dass ich für mich einfach weiß, dass ich meine Arbeit mit etwas füllen muss, dass nicht nur meine Zeit erfüllt, sondern auch mich selbst.SELRES_d65e7dd5-d7f3-4c1d-bc80-1c51e264dc6aSELRES_2e787c06-d1bc-4826-8cd0-c4d687b5048cSELRES_4a41fe2f-7809-494c-a94c-fb496f24dad1SELRES_0289bfae-4689-498c-8825-67064015032f

Ich möchte, dass meine Arbeit und die Zeit, die ich damit verbringe, mich nicht unglücklich oder unzufrieden machen, sondern mit Sinn und einem guten Gefühl erfüllen – ist das denn schon zu viel verlangt?

Vielleicht sind diese Zeilen hier nicht unbedingt das, was ihr von mir gewohnt seid. Denn eigentlich ist es mir ja schon daran gelegen, meiner Situation und meinen Gedanken und Gefühlen auch etwas Positives abzugewinnen.

Ich will nur ganz ehrlich sein, momentan bin ich von vielen Zweifeln erfüllt, von vielen Fragen umher getrieben und allgemein nicht so zufrieden mit meiner Situation, wie ich es mir eigentlich wünschen würde. Ich versuche nach Lösungen zu suchen. Etwas zu finden, womit ich das Ganze für mich ändern kann. Aber auch das gestaltet sich aktuell irgendwie etwas schwierig…

Vielleicht ist das so, wenn man auf der Suche ist.

Man sucht nach etwas, ohne zu wissen, was man überhaupt finden möchte.

DANKBARKEIT

Viele Antworten von euch haben mich auf meine Fragen zum Thema „Dankbarkeit“ erreicht – hier ist nun mein Beitrag dazu:

„Ich bin im Alltag für jeden Glücksmoment dankbar.“

Was sind Glücksmomente? Wann empfinden wir Glück im Alltag und können es mit Dankbarkeit entgegennehmen?

Viele von euch haben mir geschrieben, dass sie Dankbarkeit im Alltag empfinden, wenn sie Zeit haben, die sie mit geliebten Menschen oder mit sich selbst verbringen können. Wir sind dankbar, wenn wir neben all den Verpflichtungen, die uns im tagtäglichen Leben erwarten, Zeit haben für Familie, Freunde und Hobbys.

Oftmals sind wir aber auch für die kleinen, unscheinbaren Dinge dankbar:

„Die schönsten Momente entstehen oft durch Anlächeln.“

Ein von Herzen kommendes Lächeln von einem fremden Menschen, der dir auf der Straße entgegenkommt, kann oftmals schon genügen, um einen kleinen Moment der Dankbarkeit – tief in deinem Innersten – zu spüren. Es sind allzu oft die einfachen Dinge, für die wir dankbar sein sollten und die wir uns in Situationen – gefüllt von Alltagsstress und Hetzerei – immer wieder vergegenwärtigen sollten.

„Ich bin täglich dankbar dafür, dass wir alle gesund sind.“

Viele von uns stecken so sehr in ihrem Alltagstrott fest, dass sie vielleicht vergessen, wie dankbar sie für das Gut der Gesundheit sein können. In unserer Welt, in der so viele Missstände und Kriege herrschen und viele Menschen an unheilbaren Krankheiten sterben müssen, sollten wir tagtäglich dankbar dafür sein, dass wir das große Glück haben, jeden Morgen gesund aus dem Bett steigen zu können.

„Ich bin dankbar für das, was man fühlt.“

Wir alle können uns glücklich schätzen, dass wir unsere Gefühle bewusst wahrnehmen können und uns tagtäglich in Selbstreflektion üben können. Es kann uns ein großes Gefühl der Dankbarkeit geben, wenn wir lernen, dass alle Gefühle, ihre Daseinsberechtigung haben und gefühlt werden dürfen.

Dankbarkeit hilft uns also in vielen Belangen, am meisten aber wohl dabei, sich selbst und anderen liebevoll und mit Rücksichtnahme zu begegnen. Wenn wir Dankbarkeit in unseren Alltag integrieren, können wir die Herausforderungen, die uns jeden Tag erwarten, besser bewältigen und uns von kleinen oder großen Sorgen befreien.

„Wenn ich nicht schlafen kann, spreche ich ein einfaches individuelles Dankgebet – obwohl ich kein religiöser Mensch bin.“

Mithilfe von Dankbarkeit kommen wir besser durch den Alltag und begegnen dem Leben, den Menschen darin und uns selbst mit mehr Achtsamkeit. Dankbarkeit geht Hand in Hand mit Wertschätzung einher und mit Wertschätzung gelingt es uns, entspannter zu sein, das Leben mehr zu genießen und Glück zu empfinden.

Wenn wir dankbar sind, fühlen wir uns dem Leben nah. Es sind die kleinen Momente des Alltags, in denen wir das Leben in jeder Zelle unseres Körpers spüren.

„Gute Gespräche mit inspirierenden Menschen, Umarmungen, humorvolle Situationen, unbeschwerte Momente, Spaziergänge in der Natur, erfolgreiche gemeisterte Herausforderungen – all das sind Momente, in denen wir uns dem Leben besonders nah fühlen.“

Was ich euch also mit auf den Weg geben möchte: Nehmt euch jeden Tag aufs Neue die Zeit, innezuhalten und bewusst zu überlegen, für was ihr dankbar sein könnt. Jeder noch so schlechte und düstere Tag kann in ein bisschen mehr Glanz erstrahlen, wenn ihr euch bewusst macht, für was ihr dankbar sein könnt. Es gibt keinen Tag, an dem nicht jeder von uns etwas finden kann, für das er/sie dankbar ist – und wenn es nur eine winzige Kleinigkeit wie zum Beispiel ein Sonnenstrahl, der euer Gesicht berührt oder ein Lächeln von einem Mitmenschen ist.

 

In diesem Sinne: habt vielen Dank für die Zeit, die ihr euch genommen habt, um meine Fragen zu beantworten! 🙂

 

 

Vom Dasein der Liebe

Vermutlich liegt es in der Natur
des Menschen
nach dieser alles erfüllenden Liebe
zu streben

Vermutlich liegt es in der Natur
des Menschen
sich zu verzehren
sich diese Liebe einzuverleiben

Vermutlich liegt es in der Natur
des Menschen
sich erst dann als ein Ganzes zu fühlen
in der Welt dieser tausend Teilmengen

Vermutlich liegt es in der Natur
des Menschen
aus den Fängen der eigenen Einsamkeit
zu fliehen in ein Gefühl von Liebe

Vermutlich
ist es menschlich
zu lieben
geliebt zu werden
geliebt werden zu wollen

©lini23061995

Die Ambivalenz des Seelenschmerzes

>“Und zum Schluss, sind wir alle einfach nur Menschen, betrunken von der Idee, dass Liebe, nur Liebe, unser Gebrochenes heilen kann“.
(F.Scott Fitzgerald)<<

Wir alle haben da etwas in uns, was wir verstecken, geheim halten vor der Welt. Etwas, das wir wie einen kostbaren Schatz in den Abgründen unseres menschlichen Daseins, unserer Seele verbergen.

Ich spreche nicht von den Geheimnissen der Anderen, die uns vertraulich auferlegt wurden, sondern von jenen Geheimnissen, die die Einsamkeit unserer aller Herzen beschäftigt, die Sorte von Schmerz, die wir mit allen Mitteln des Universums vor der Welt zu verstecken suchen.

Der Schmerz unserer Herzen, der uns darin erinnert, dass das Leben vergänglich ist, dass nichts, rein gar nichts im Leben Beständigkeit hat.

Jedes menschliche Dasein wird früher oder später, irgendwann im Leben, mit der Vergänglichkeit, der Unbeständigkeit des Lebens konfrontiert und für jeden einzelnen dieser Menschen ist es auf eine andere Art und Weise schlimm.

Für jeden einzelnen Menschen bricht eine ganz eigene Welt zusammen.
Jeder einzelne Mensch stellt sich dann die Frage des Sinns, einer Sinnhaftigkeit in der menschlichen Existenz.

Manche gehen verloren, verloren im Nebel der vermeintlichen Sinnlosigkeit.
Viele erschrecken vor der Erkenntnis dieser Unbeständigkeit, verfallen in diese dem Menschen das Leben entziehende Starrheit.
Nur wenige erkennen, dass wir Menschen diese Art von Schmerz brauchen, dass er Teil unseres Lebenselixiers, essenzieller Treibstoff für die Zellen unseres Körpers ist.

>Denn nur derjenige, der weiß, was Schmerz ist, kann die Schönheit, die Magie und den Zauber dieses Lebens verstehen.<<

Ich meine die Sorte von Schmerz, die sich mit ihren Krallen in die Zartheit unserer Herzen schlägt.
Jener Schmerz, der uns die Welt in ihrer ganzen Nüchternheit betrachten lässt. Die Art von Schmerz, die etwas unwiderruflich in uns verändert, etwas in uns zerbrechen lässt und wie ein Gift unsere Sinne benebelt.
Nur wer diese Art des Schmerzes irgendwo, an irgendeiner Stelle seines Herzens trägt, kann die Bedeutung, die er unserem Leben andererseits schenkt, begreifen, verstehen, sehen und umsetzen.

Denn es ist so, es ist wahr, dass der Mensch erst zu schätzen weiß, was er hatte, wenn er es verloren hat.
Und erst dann, wenn wir diese Erfahrung im Leben machen mussten, wir dieser Form von Schmerz einen Platz gewähren mussten, können wir neben der Trostlosigkeit, dem Seelenschmerz dieser Welt, zukünftig mit mehr Wertschätzung und mehr Achtung diesem einen Leben, was uns geschenkt wurde, entgegen treten.

©lini23061995

Wut

Wut in meinem Bauch.
Wut in meinem Kopf.
Wut in meinem Herzen.

Manchmal will man einfach schreien, einfach nur schreien. So lange, so laut, bis die ganze Wut, gefräßig und vernichtend, der ganze Schmerz, zerstörerisch und verzehrend, aus einem heraus ist.

Schreien, so lange bis kein Ton mehr heraus kommt.
Schreien, bis lediglich der Rest eines erstickten Lautes über meine Lippen gleitet.

Manche Menschen fangen an zu weinen, wenn sie wütend sind.
Vielleicht, weil Wut und Trauer und Schmerz so nah beieinander liegen.
Eine einzige Grauzone, ein sich vermischendes, großes, nicht zu fassendes oder beschreibendes Etwas, welches sich in den Tiefen, den Abgründen der menschlichen Seele zu beherbergen weiß.
Mit der hungrigen, gefräßigen Wut bahnen sich dann so oft auch unzählige Tränen den Weg über ihrer Wangen.

Wut ist nichts Schlimmes, nichts Schlechtes. Wut ist okay. Gefühle sind okay, die guten wie die schlechten.
Wut will seinen eigenen Platz wie all die anderen in uns wohnenden Gefühle.

Ich glaube, die menschliche Wut wird gedüngt, gefüttert, zum Leben erweckt durch Gefühle wie Ungerechtigkeit, Hilflosigkeit, Verständnislosigkeit, Enttäuschung und Verletzung.
Wut kann sich gegen andere Personen richten.
Nur die Menschen, denen wir eine Bedeutung, einen individuellen Wert in unserem Leben schenken, geben wir die Möglichkeit, das Feuer der manchmal so leicht zu entfachenden Wut in uns zu entzünden.

Manchmal hingegen richten wir das eiserne, kalte Schwert der Wut jedoch auch gegen uns selbst, verletzen uns damit, wollen uns mit dieser Wut auf uns selbst strafen.

Und manchmal befällt uns die Wut wie eine ätzende, alles befallende Krankheit, wenn das Leben gegen uns zu spielen, es nicht gut mit uns zu meinen scheint.

>>Unsere Wut, wie sie im jedem von uns existiert, möchte ernst genommen werden, gehört und gespürt werden.
Viel zu oft schlucken wir sie hinunter, verdrängen sie, schieben sie beiseite. Aber genau das verträgt die Wut nicht. Sie will wahrgenommen, akzeptiert und respektiert werden.<<

©lini23061995

Die Macht der Gedanken

Gedanken sind ein Mittel des Menschen, jene Eindrücke, die alltäglich unsere Sinne überfluten und benebeln, zu sortieren, eine Ordnung in diesem Chaos aus einzelnen Bruchstücken zu schaffen, sie in eine Reihenfolge bringen.

Gedanken bringen Erinnerungen mit sich, ermöglichen dem Menschen in längst vergangenen Zeiten zu schwelgen, sie mit der Macht der Gedanken am Leben zu erhalten, in ihnen weiterzuleben. Erinnerungen sind das Produkt unserer Gedanken. Das Produkt unserer Aufmerksamkeit, mit der wir durch diese Welt schreiten. Die Erinnerung ist das Buch, das wir aus unseren Gedanken schreiben. Unsere Gedanken sind die Inspiration für das Buch, das wir schreiben, das jeder in seinem Leben schreibt.

Die Macht der Gedanken befähigt den Menschen, sich an Erlebtes zu erinnern, aus Fehlern zu lernen, logische Entschlüsse zu schöpfen. Erinnerungen können ein Geschenk des menschlichen Denkens sein und uns die wunderschönsten all unserer Gefühle immer wieder herauf beschwören.

>GEDANKEN GEHEN VORÜBER, VERFLIEßEN INEINANDER, ABER ERINNERUNGEN BLEIBEN.<<

Gedanken können den Menschen verwirren, ihn aus der Bahn werfen, ihn quälen. Sie können einen stechenden, pochenden, beißenden Schmerz in ihm auslösen.

Ebenso bringen Gedanken den Menschen dazu, neue Sichtweisen zu erlangen, sich weiterzuentwickeln.

Vielleicht sind wir uns der Macht unserer Gedanken gar nicht wirklich bewusst. Oftmals denken wir einfach. Aber werden wir zu unserem eigenen Beobachter, können wir selbst entscheiden, welchen Gedanken wir Gewichtung schenken und welchen nicht.

>>Denn letztlich sind Gedanken einfach nur Gedanken, solange wir die Bewertung unserer Gedanken selbst, autonom und frei bestimmen.<<

©lini23061995

Ein Gedicht

Vereint und Zerrissen
Verstand und Gewissen
lieben und hassen
es machen, es lassen
Ein Nehmen und Geben
das Leben annehmen
Fremd und Neu
Mal stark, mal scheu
Schutz und Mut
Ärger und Wut
entspannen, genießen
Pläne beschließen
hoffen und sehnen
annehmen, ablehnen

Sieh dein Licht
spür es im Gesicht

Nimm es an so wie es ist
finde heraus wer du wirklich bist

©lini23061995