Ich kann die Stille hören
will sie in Musik verwandeln

In der Dunkelheit seh‘ ich am besten
und sehne doch das Licht herbei

Ich fühle nichts und doch zu viel
die Sicht verschwommen im Nebel der Gefühle

Manchmal schmeckt das Leben bitter
Ich geb‘ ihm eine neue Würze

Ich gehe immer weiter
auf unbekannten Wegen
im Herzen die Hoffnung
die mich immer weiter trägt

©lini23061995

Eines Tages

Und eines Tages
vielleicht heute
vielleicht morgen
werden wir zu Staub zerfallen
ein Opfer der Vergänglichkeit

Und eines Tages
vielleicht heute
vielleicht morgen
werden wir Verlierer sein
im Wettlauf gegen die Zeit

Und eines Tages
vielleicht heute
vielleicht morgen
werden wir in Geschichten leben
die die Menschen sich erzählen

Denn eines Tages
vielleicht heute
vielleicht morgen
sind wir nichts
was je Bedeutung hatte

©lini23061995

Illusion der Erinnerung

Menschen sagen sich
die Erinnerung sei das
was uns keiner nehmen kann

Menschen leben
in den Bildern an den Wänden
glauben an Illusionen der Vergangenheit

Menschen zünden Kerzen an
betrauern die Vergänglichkeit
und nennen es Erinnerung

Menschen fürchten sich
vor dem, was sie sehen
wenn das Licht der Kerze erlischt

Was Ich Will

Ich möchte zweifeln
will hinterfragen
und manchmal auch in Frage stellen

Ich will die Welt erkunden
will mehr als schwarz und weiß
und völlig neue Farben finden

Ich möchte selbst entscheiden
will mir eine Meinung bilden
und frei von Konventionen sein

Ich möchte mehr als bloß nach vorne schauen
will mal links, mal rechts die Sicht genießen
und unbekannte Wege gehen

Ich will Ich sein
will bloß Ich selbst sein
der Welt ein Stück von mir schenken

Besondere Menschen

Ich möchte diese Worte gerne mit euch teilen, weil sie mir letztens sehr geholfen haben und von einem Menschen stammen, den ich in kurzer Zeit fest in mein Herz geschlossen habe.
Ich bin dankbar für diese Freundschaft und dass dieser wunderbare Mensch in mein Leben getreten ist.

Ich hoffe und wünsche euch allen da draußen, dass ihr auch so wunderbare Freunde habt, die euer Leben auf eine besondere Art und Weise bereichern!

Von meiner lieben Freundin C.:

Erinnerungen
Entfernungen zu geliebten Menschen schmerzen. Und dabei spielt eine Kilometerzahl schon gar keine Rolle. Entfernungen bis in die Unendlichkeit verursachen sogar mehr Schmerz…
Erinnerungen helfen einem, diese geliebten Menschen lebendig zu halten. Die Person sich vor Augen zu halten.
Man möchte nicht loslassen und das soll man auch nicht. Auf keinen Fall. Erinnerungen sollen in die schützende Hand genommen werden, um sie mit auf den eigenen Weg mit zu nehmen.
Erinnerungen sollen einen unterstützen sich weiterzuentwickeln.
Erinnerungen sollen in einem Emotionen auslösen – mit die Persönlichkeit gestalten…
Lass die Erinnerungen – und dabei spielt es keine Rolle, ob positive oder negative – in deinem Herzen verankern. Denn Erinnerungen sollten alle lebendig halten.

In liebe,
Deine C.

P.S. Ich hab dich lieb, Süße.“

2/4 – Verlust, Schmerz, Trauer, Enttäuschung – Verständnis

Okay, wir haben unsere Trauer, unseren Schmerz, die Enttäuschung oder einen möglichen Verlust nun anerkannt.

Wir haben verstanden, dass die Existenz nicht bloß in Ordnung, sondern durchaus berechtigt und menschlich ist.

Anerkennung -> Verständnis:
Der nächste Schritt (in meinen Augen) schließt fast lückenlos an den Schritt der Anerkennung an.
Indem du diese Gefühle anerkennst, bekommst du nicht nur ein Verständnis für diese, sondern auch Verständnis für dich selbst.

Auch wenn du nicht immer verstehen kannst, warum diese Gefühle in vielleicht sogar unerwarteten Situationen über dich hereinbrechen, solltest du Verständnis für deine Gefühle und dich haben.

Es ist nicht unnatürlich, dass solche Gefühle auch in scheinbar guten und schönen Situationen aufkommen.

Du musst deine Gefühle nicht immer verstehen, allerdings könntest du einfach Verständnis für ihre Existenz haben.

©lini23061995

Deine Worte

Mit deinen Worten malst du mir die Welt
nicht immer so wie’s mir gefällt
Du lehrst mich jedoch Ehrlichkeit
dafür schenk‘ ich dir Dankbarkeit

Dein Zauber sind die Worte
sie sind von ganz besonderer Sorte
so zart und doch stets sehr direkt
lockst du mich aus jedem Versteck

Aus deinem Mund sind sie Musik
von der ich niemals genug krieg‘
deine Worte füttern meine Seele
wenn ich sie aus deinem Munde stehle

Deine Worte sind auch meine
mit ihnen bin ich nicht alleine
Deine Worte, nur deine Worte
führen mich an magische Orte

©lini23061995

vielleicht

vielleicht
ist es besser
vielleicht
ist es leichter
wenn ich gehe
bevor du mich verlässt

vielleicht
ist es besser
vielleicht
ist es leichter
die Tür zu schließen
bevor ich sie zu weit öffne

vielleicht
ist es besser
vielleicht
ist es leichter
auf alten Wegen
zu gehen bevor du mit mir gehst

vielleicht
ist es besser
vielleicht
ist es leichter
wenn morgen schon heute
zum gestern gehört

vielleicht
ist es besser
vielleicht
ist es leichter
vielleicht
ist es bloß viel zu leicht

©lini23061995

Die Ambivalenz des Seelenschmerzes

>“Und zum Schluss, sind wir alle einfach nur Menschen, betrunken von der Idee, dass Liebe, nur Liebe, unser Gebrochenes heilen kann“.
(F.Scott Fitzgerald)<<

Wir alle haben da etwas in uns, was wir verstecken, geheim halten vor der Welt. Etwas, das wir wie einen kostbaren Schatz in den Abgründen unseres menschlichen Daseins, unserer Seele verbergen.

Ich spreche nicht von den Geheimnissen der Anderen, die uns vertraulich auferlegt wurden, sondern von jenen Geheimnissen, die die Einsamkeit unserer aller Herzen beschäftigt, die Sorte von Schmerz, die wir mit allen Mitteln des Universums vor der Welt zu verstecken suchen.

Der Schmerz unserer Herzen, der uns darin erinnert, dass das Leben vergänglich ist, dass nichts, rein gar nichts im Leben Beständigkeit hat.

Jedes menschliche Dasein wird früher oder später, irgendwann im Leben, mit der Vergänglichkeit, der Unbeständigkeit des Lebens konfrontiert und für jeden einzelnen dieser Menschen ist es auf eine andere Art und Weise schlimm.

Für jeden einzelnen Menschen bricht eine ganz eigene Welt zusammen.
Jeder einzelne Mensch stellt sich dann die Frage des Sinns, einer Sinnhaftigkeit in der menschlichen Existenz.

Manche gehen verloren, verloren im Nebel der vermeintlichen Sinnlosigkeit.
Viele erschrecken vor der Erkenntnis dieser Unbeständigkeit, verfallen in diese dem Menschen das Leben entziehende Starrheit.
Nur wenige erkennen, dass wir Menschen diese Art von Schmerz brauchen, dass er Teil unseres Lebenselixiers, essenzieller Treibstoff für die Zellen unseres Körpers ist.

>Denn nur derjenige, der weiß, was Schmerz ist, kann die Schönheit, die Magie und den Zauber dieses Lebens verstehen.<<

Ich meine die Sorte von Schmerz, die sich mit ihren Krallen in die Zartheit unserer Herzen schlägt.
Jener Schmerz, der uns die Welt in ihrer ganzen Nüchternheit betrachten lässt. Die Art von Schmerz, die etwas unwiderruflich in uns verändert, etwas in uns zerbrechen lässt und wie ein Gift unsere Sinne benebelt.
Nur wer diese Art des Schmerzes irgendwo, an irgendeiner Stelle seines Herzens trägt, kann die Bedeutung, die er unserem Leben andererseits schenkt, begreifen, verstehen, sehen und umsetzen.

Denn es ist so, es ist wahr, dass der Mensch erst zu schätzen weiß, was er hatte, wenn er es verloren hat.
Und erst dann, wenn wir diese Erfahrung im Leben machen mussten, wir dieser Form von Schmerz einen Platz gewähren mussten, können wir neben der Trostlosigkeit, dem Seelenschmerz dieser Welt, zukünftig mit mehr Wertschätzung und mehr Achtung diesem einen Leben, was uns geschenkt wurde, entgegen treten.

©lini23061995