2/4 – Verlust, Schmerz, Trauer, Enttäuschung – Verständnis

Okay, wir haben unsere Trauer, unseren Schmerz, die Enttäuschung oder einen möglichen Verlust nun anerkannt.

Wir haben verstanden, dass die Existenz nicht bloß in Ordnung, sondern durchaus berechtigt und menschlich ist.

Anerkennung -> Verständnis:
Der nächste Schritt (in meinen Augen) schließt fast lückenlos an den Schritt der Anerkennung an.
Indem du diese Gefühle anerkennst, bekommst du nicht nur ein Verständnis für diese, sondern auch Verständnis für dich selbst.

Auch wenn du nicht immer verstehen kannst, warum diese Gefühle in vielleicht sogar unerwarteten Situationen über dich hereinbrechen, solltest du Verständnis für deine Gefühle und dich haben.

Es ist nicht unnatürlich, dass solche Gefühle auch in scheinbar guten und schönen Situationen aufkommen.

Du musst deine Gefühle nicht immer verstehen, allerdings könntest du einfach Verständnis für ihre Existenz haben.

©lini23061995

Manchmal

Und manchmal
ein Blatt, das sanft vom Baume fällt
wie ein schwereloses Segelschiff
schwebt es vom Himmel Richtung Erde
es trägt mich mit sich
und ich muss weinen, weinen, weinen

Und manchmal
dieses eine Lied im Radio
in Endlosschleife abgespielt
verlier‘ ich mich in seinen Klängen
werde völlig eins mit ihm
und ich muss weinen, weinen, weinen

Und manchmal
die Sonne lacht aus deinem Gesicht
und deine strahlen-funkel-klaren Augen
erleuchten nicht nur den Raum um mich
ein Zauber ohne Worte
und ich muss weinen, weinen, weinen

Und manchmal
lausch‘ ich des Windes Stimme
und seinen unerzählten Geschichten
träum‘ mich ganz weit fort
der Wind umspielt meine Haare
und ich schließ‘ die Augen

und weine, weine, weine
manchmal

©lini23061995

1/4 – Verlust, Schmerz, Trauer, Enttäuschung – Anerkennung

Du bist enttäuscht, weil du eine Verabredung hattest, die leider kurzfristig abgesagt wurde.
Du hattest dich sehr auf dieses Treffen und die Begegnung gefreut. Nun bist du traurig, weil es doch nicht geklappt hat.

Du hast für eine wichtige Prüfung wie ein Ochse gebüffelt und nun eine „schlechte“ Note dafür bekommen.
Du bist enttäuscht von dir selbst und traurig, dass du nicht die Leistung erzielt hast, die du dir eigentlich als Ziel gesteckt hattest.

Einem guten Freund geht es schlecht.
Du siehst wie er leidet und fühlst dich hilflos.
Du bist traurig und fühlst seinen Schmerz wie deinen eigenen, du leidest wirklich mit und fühlst dich machtlos, weil du ihm nicht so helfen kannst wie du es gerne tun würdest.

Dein Hund ist gestorben.
Du hattest ihn seitdem du ein kleines Kind warst und bist mit ihm groß geworden. Er war dir ein treuer Begleiter und stets an deiner Seite. Der Verlust liegt dir schwer auf dem Herzen und du bist unendlich traurig, dass er nun nicht mehr da ist.

Was haben all diese Situationen gemeinsam?
Enttäuschung, Schmerz und Trauer sind Gefühle, die dein Seelenleben nun beschäftigen. Du fühlst dich unwohl und irgendwie belasten dich diese Gefühle. Sie erfüllen dich mit einer Schwere und Melancholie und färben alles Gute irgendwie dunkel und negativ.

1. Schritt: Anerkennung
Die Spezies „Mensch“ neigt immer mehr dazu Gefühle wie Trauer, Schmerz und Enttäuschung als etwas „Böses“ oder „Schlechtes“ zu empfinden. Der Mensch hat zu funktionieren. Die Gesellschaft lehrt uns, dass solch vermeintlich negativen Gefühle unerwünscht sind.

Halt! Stopp!
Wer sagt uns, dass Gefühle wie Trauer, Schmerz und Enttäuschung „schlecht“ und „böse“ sind?
Wir nehmen solch schweren Gefühlen schon eine Menge Macht, indem wir anfangen sie als Gefühle anzuerkennen.

Anerkennung:
Trauer, Schmerz und Enttäuschung sind auch nur Gefühle wie z.B. Hunger oder Müdigkeit.
Indem du anfängst, diese Gefühle als etwas Natürliches und Stinknormales anzusehen, nimmst du ihnen schon ein Stück ihrer (negativen) Energie.
Du gibst dir und diesen Gefühlen die Berechtigung, dass ihre Existenz in deinem Seelenhaus nicht bloß „okay“, sondern das Normalste der Welt ist.

Anerkennung kann einer der ersten Schritte sein, um eine gute Grundlage für einen hilfreichen Umgang mit Gefühlen wie diesen zu schaffen.

©lini23061995

Ich hätt‘ da mal ’ne Frage…

Hallo ihr Lieben da draußen! 🙂

Wie ihr dem Titel dort oben entnehmen könnt, hätte ich mal eine Frage an euch.

In letzter Zeit habt ihr ja eigentlich mehr oder weniger „lyrische Ausdünstungen“ von mir hier erhalten…

Nun schwirrt mir aber seit einigen Tagen die Idee im Kopf herum, einen mehrteiligen Beitrag über meine Gedanken zum Umgang mit Verlust, Schmerz, Trauer und Enttäuschungen zu schreiben.

Da ich euch natürlich auf dieser Plattform auch etwas bieten möchte, was euch gefällt bzw. mit dem ihr euch auseinandersetzen möchtet, habe ich nun folgende Frage an euch:

Würde euch eine solche Beitrag-Reihe interessieren? Oder sollte es lieber bei meinem lyrischen Philosophieren bleiben? 😉

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen, meine Lieben!

Bis dahin, macht’s gut! 🙂
Eure Lini

©lini23061995

Deine Worte

Mit deinen Worten malst du mir die Welt
nicht immer so wie’s mir gefällt
Du lehrst mich jedoch Ehrlichkeit
dafür schenk‘ ich dir Dankbarkeit

Dein Zauber sind die Worte
sie sind von ganz besonderer Sorte
so zart und doch stets sehr direkt
lockst du mich aus jedem Versteck

Aus deinem Mund sind sie Musik
von der ich niemals genug krieg‘
deine Worte füttern meine Seele
wenn ich sie aus deinem Munde stehle

Deine Worte sind auch meine
mit ihnen bin ich nicht alleine
Deine Worte, nur deine Worte
führen mich an magische Orte

©lini23061995

Vom Fliegen

Fliegen
ist wie fallen
schwerelos und federleicht
die Welt als Ganzes sehen können

Fliegen
ist wie tanzen
im Takt des Windes
auf Wolken wie aus Zuckerwatte

Fliegen
ist wie träumen
verzaubert, fast so wie in Trance
von der Welt und ihrem Sinn

Fliegen
ist wie Freiheit schmecken
Nahrung für die hungrige Seele
nach einem selbstbestimmten Leben

©lini23061995

Mensch-lich

Menschen bauen eine Mauer
Menschen wollen unantastbar sein
Ziemlich einsam auf die Dauer
Steigern sich in Kleinigkeiten rein

Menschen werden Einzelkämpfer
Menschen wollen es alleine hinbekommen
Benutzen andere als Stoßdämpfer
Wollen jedem und sich selbst entkommen

Menschen wollen keine Schwäche zeigen
Menschen spielen Spielchen mit der Welt
reden oftmals nicht und schweigen
tun nur das, was allgemein gefällt

Menschen sollten Menschen sein
Menschen sollten menschlich sein

©lini23061995

was wir leben nennen

nicht mehr
als ein tanzendes molekül
im unendlichen fluss dessen
was wir leben nennen

nicht mehr
als eine vom wind getragene feder
in den lüften dessen
was wir leben nennen

nicht mehr
als ein zärtlicher sonnenstrahl
im morgentau und dessen
was wir leben nennen

nicht mehr
als ein vorsichtiges, zaghaftes lächeln
in deinem vollkommenen gesicht und dessen
was wir leben nennen

nicht mehr
als eine raue hand auf meiner haut
in diesem einen augenblick und dessen
was wir leben nennen

©lini23061995

Blumenduft und Sommerzauber

Sonnenstrahlen küssen meinen Nacken
Ich spür‘ die Lebenslust mich packen

Ich schließ‘ die Augen
lass einfach los, bin unbeschwert
will all‘ die Wärme in mich saugen
erkenn‘ des Lebens wahren Wert

Sommerluft küsst meine Haut
Ich breite meine Arme aus
Vogelstimmen klar und laut
lass‘ alle meine Sorgen raus

Ich atme aus und atme ein
hab‘ ein Lachen auf den Lippen
so muss ein sorgenfreies Leben sein
fang‘ an im Takt des Lebens mitzuwippen

Spür‘ die Freude in jeder Körperzelle
bin einst mit mir und diesem Leben
reite auf der wunderschönsten Glückeswelle
will dir ein Stück von dieser Schönheit geben

©lini23061995