Die Sache mit dem Glück (-lich sein)

Stell dir doch mal vor:

Du kletterst auf einen hohen Baum und bist mutig und kletterst wirklich hoch hinauf.
Du bist stolz und glücklich, weil du so weit hoch geklettert bist und spürst den seichten Wind auf deiner Nase.
Plötzlich rutscht du aber und kannst dich nicht mehr festhalten und stürzt tief, tief hinab bis du auf den harten Boden knallst.
Das tut weh, ziemlich weh sogar.

Wie oft würdest du trotzdem wieder hinauf klettern, um dieses Gefühl zu spüren, was du hoch oben im Baum hattest?
Oder würdest du nicht vielleicht doch lieber auf dem Boden bleiben, wo es sicher und ungefährlich ist und würdest dafür vielleicht in Kauf nehmen, dass du dieses besondere Gefühl hoch oben in der Baumkrone nicht haben könntest?

Ich meine ja nur…

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40 Gedanken zu “Die Sache mit dem Glück (-lich sein)

  1. Das Besondere am Menschen ist, dass er sich genau mit einer solchen Frage beschäftigen kann und sich zudem mit anderen austauscht. Das grenzt ihn von allem anderen ab!
    Der Mensch lernt sehr schnell. Deshalb überlebt er in allen Klimazonen.
    Der Mensch strebt nach Erfüllung und setzt sich Ziele. Deshalb ist der Mensch sogar in der Luft und auch im Weltraum.

    Viele Menschen sind für Ziele, wie die Luft und Raumfahrt gestorben, damit wir heute mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen können…

    Also, was wird der Mensch in der gestellten Situation machen?

    Da wir alle Ziele haben und die Freiheit lieben und in diesem Fall sogar schon die Freiheit dort oben gespürt haben, klettern wir alle noch mal hoch. Wir werden in den überwiegenden Fällen auch nicht noch mal runterfallen. Das eine mal war Pech. Das wir noch mal das Pech haben und mit der vorgehenden Erfahrungen wieder runterfallen ist eher sehr gering 🙂

    Ich würde sofort wieder hoch klettern und den seichten Wind der Freiheit spüren wollen!

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    1. Rein rational gesehen kann ich dir da auch nur zustimmen…ich wage aber anzuzweifeln, dass jeder Mensch aus allen seinen „Fehlern“ lernt und den Gleichen nicht doch nochmal begeht…ich glaube auch nicht, dass das zwingend etwas mit fehlender Intelligenz zu tun hat, ob man den gleichen Fehler nicht doch noch ein zweites Mal begeht, sondern viel mehr aus emotionale Aspekten heraus nochmal begangen wird…weißt du, was ich damit meine?

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  2. Ich verirre mich immer wieder auf deinen Blog, aber nun muss ich einfach dringend einen ommentar dalassen. Deine Texte sind so wunderbar, fließend und toll zu lesen. Auch die Bilder, die du auswählst, passen super zu den hemen als solches.
    Dieser Beitrag hat mich besonders angesprochen, da ich mich eindeutig in diesem wiedererkannt habe. Ich gehre wohl eher zu der „feigen“ Sorte, die sich sicherer mit festem Boden unter den Füßen fühlt. Und dennoch gibt es Momente, in denen man mutig sein und über seinen eigenen Schatten springen muss. Und wenn man diesen Moment dann hinter sich gebracht hat, dann fühlt man sich großartig.
    Ich könnte mich wirklich stundenlang auf deinem Blog herumtreiben.
    Ganz lieben Gruß
    Anna :3

    https://pectoreblog.wordpress.com/

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    1. Hey Anna, deine Worte gehen „runter wie Honig“, um mal weiter in Bildern zu sprechen, hihi. 😀 Solch wunderbare Worte motivieren mich unheimlich und bestärken mich darin, weiter zu machen und diesen Weg zu gehen! 🙂 Ich freue mich sehr, dass dir mein Blog und natürlich die Texte und Inhalte gefallen und du dich gerne hier aufhalten magst. Hab einen wunderbaren Abend, Lini

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  3. Auch wenn es weht tut und die Enttäuschung mit jedem Mal größer und schmerzhafter wird, würde ich trotzdem weiter den Baum erklettern. Denn mit jedem weiteren Hinaufklettern werde ich stärker und zielbewusster!

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  4. Meine Schlussfolgerung wäre auch, dass ich nicht nochmal gedankenlos ganz nach oben klettere, sondern erstmal geschickter klettern lerne und mich einigermaßen absichere, damit ich nicht wieder ganz nach unten falle, sondern nur so so weit, dass ich hinterher in den Sicherungsseilen hänge.

    Ich glaube vor Missgeschicken und Blessuren können wir uns nicht schützen, wenn wir wirklich leben wollen. Aber wir können uns schon entscheiden, wie groß die Risiken sind, die wir eingehen wollen.

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  5. Irgendwie bleib ich hier hängen. der Beitrag gefällt mir einfach richtig gut.
    Ich würde mich als der beschreiben der unten bleibt, in „Sicherheit“ und das Oben erstmal abschreibt, ich wäre gerne derjenige der sich absichert und diesmal vorsichtig nach oben steigt um Verletzungen zu vermeiden und trotz allem war ich bisher die Person die immer wieder hoch klettert, nur um zu sehen ob das Gefühl immer noch so fantastisch ist.
    Verrückt? Mutig? Wer weiß das schon 🙂
    Alles Liebe dir

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    1. Vielleicht ein bisschen verrückt, vielleicht sogar waghalsig, aber sicherlich auch immer mutig… ich finde es gut, dass du immer wieder hoch kletterst, auch wenn du das Risiko kennst, wieder hinunter zu fallen… 🙂 Und natürlich wünsche ich dir auch alles Liebe!!

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  6. Ich habe gerade erst vor drei Tagen erfahren, wie schmerzhaft es ist vom Baum zu fallen. Deshalb denke ich, dass ich in nächster Zeit erstmal auf dem sicheren Boden bleiben würde. Doch sobald der Schmerz verheilt ist, würde ich wieder hinauf klettern um dieses wunderbare Gefühl zu spüren…

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  7. Erfahrungsgemäß steige ich wieder auf den Baum. Ich hatte aber auch schon Stürze, nach denen ich nicht wieder hochgeklettert bin. Nach einem Sturz konnte ich auch eine Weile gar nicht mehr klettern. Aber der Wunsch, ihn zu erklimmen, bleibt. Ich habe mir weitere Kletterbäume gesucht. Manche einfacher zu erklettern, andere schwieriger. Ich wähle mir die passenden Bäume aus und ergötze mich an der Vielfalt der Ausblicke aus den Kronen. Bisweilen sind aber auch tiefer im Geäst liegende Stellen ausreichend und der Ausblick von dort, das Gefühl, zumindest diese Höhe erreicht zu haben, auch schon erhebend. Der unterschiedliche Duft der verschiedenen Baumarten ist ein zusätzlicher Reiz. Die Antwort auf Deine Frage lautet also wohl, dass ich wohl nicht in der Lage bin, endgültig mit dem Klettern aufzuhören. Selbst wenn ich wollte.

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